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Leitzentralen digital vernetzen

16. März 2026

Einsätze zur Menschenrettung, bei Umweltgefahren oder Schmuggelei basieren auf Daten aus Radar, AIS, Sensoren oder Drohnen. Nicht nur zur See sind sie oft auf mehrere Behörden und Systeme verteilt. Marcel Haar, CEO von «Frequentis», schlägt ein gemeinsames maritimes Lagebild vor. Das würde auch Lieferketten schützen.

Maritime Sicherheit 310 Fotos: Frequentis

Natürlich nicht ganz uneigennützig: Mit branchenübergreifender Erfahrung in ziviler Luftfahrt, Verteidigung, öffentlicher Sicherheit, der Schifffahrt und öffentlichem Verkehr baut «Frequentis» seinen Fokus auf Sprachkommunikation in Leitzentralen weiter aus. In Zeiten wie diesen sieht sich der Weltkonzern mit über 2600 Mitarbeitenden als Marktführer bei High-Tech-Systemen für zivile und militärische Flugsicherungen (Air Traffic Management) Polizei, Rettung, Feuerwehr, Bahn und Schifffahrt (Public Safety & Transport). Das maritime Lösungsportfolio reicht von maritimen Kommunikationssystemen über GMDSS/SAR- und Incident-Management-Systeme bis hin zu Schiffverkehrsdiensten und Küstenüberwachungssystemen. 

Bedrohungen erkennen

Behörden, so Haar, müssen Bedrohungen erkennen, vor extremen Wetterereignissen warnen oder Havarien koordinieren. Um möglichst früh und präzise reagieren zu können, brauchen sie ein zuverlässiges Lagebild. Aber an der Küste, sagt Marcel Haar, arbeite eben nicht nur «die eine» Küstenwache. Stattdessen seien zahlreiche Akteure im Einsatz – staatliche Behörden ebenso wie ehrenamtliche Organisationen. «Zuständigkeiten verteilen sich auf mehrere Schultern und Aufgaben überschneiden sich teilweise. Eine robuste digitale Infrastruktur könnte alle Beteiligten miteinander verbinden und eine einheitliche Kommunikation schaffen».

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Die einzelnen Daten, die Behörden und Einsatzkräfte für ihre tägliche Arbeit brauchen, liegen heute meist immer noch verteilt vor. Wetter- und Wasserstand, Bilder von Drohnen und Hubschraubern, Notfallmeldungen, AIS- und Radarinformationen sowie Sensordaten von Bojen und Messstationen gebe es genügend, aber jeder Akteur habe einen anderen Wissensstand. Eine gemeinsame und durchgängige Datenplattform für alle Akteure fehle oft.

Kommunikation harmonisieren 

Die Kommunikation sollte harmonisiert werden. Akteure im maritimen Umfeld bräuchten gemeinsame Funkstandards und Digitalfunk bzw. IP-basierte Kommunikationswege, die über Behörden hinweg genutzt werden können. Auch für Krisenlagen wie einen Blackout oder bei großflächigen Störungen seien Behörden auf sichere und redundante Kommunikationskanäle angewiesen.

www.frequentis.com








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