Neue Projekte entschlossener angehen – nicht zielführende schneller beenden. Auf diesen Nenner lassen sich die vorläufigen Zahlen für 2025 des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen am Bodensee bringen. Im Zuge der Restrukturierung bei Elektro-Antrieben sollen mehrere Projekte vorzeitig beendet werden.

Welche das sein sollen, wurde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher benannt. Es sollen solche sein, «die aufgrund des langsameren Hochlaufs der E-Mobilität nicht die erwartete Profitabilität erreichen». Damit, so heisst es seitens der Unternehmensleitung, soll es gelingen, den Schuldenstand früher abzubauen, als zunächst geplant.
Zahlreiche Faktoren
Das Unternehmen hat auf Basis vorläufiger Zahlen im Geschäftsjahr 2025 seine Ziele für das operative Ergebnis und den Cashflow übertroffen. Der bereinigte Free Cashflow werde über einer Milliarde Euro liegen; die bereinigte EBIT-Marge deutlich über 4,0 Prozent.
Der Erfolg entscheidet. Foto: ZF
Die Umsatzerwartung hatte ZF bei der Vorlage der Halbjahreszahlen angesichts zahlreicher äusserst volatiler Einflussfaktoren in den Weltmärkten mit mehr als 38 Milliarden Euro angegeben.
Während einzelne Standorte wie Saarbrücken nun weiteren Personalabbau befürchten, hofft der ZF- Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich, dass «die gesteigerte operative Performance und der schneller als geplant reduzierte Schuldenstand Anlass zur Zuversicht» geben.
Kein Grund für Selbstzufriedenheit
«Unsere Massnahmen zur Neuausrichtung der ZF greifen. Das ist jedoch kein Grund für Selbstzufriedenheit, sondern ein wichtiger Zwischenschritt und Ansporn, unseren Kurs konsequent fortzusetzen. Dieser Weg bergauf braucht auch weiterhin unsere volle Kraft und Konzentration.»
«Die Sonderbelastung im Bereich der E-Mobilität (…) befreit uns von Altlasten und ist die Grundlage für neue Handlungsspielräume und nachhaltig verbesserte Profitabilität in den kommenden Jahren», so ZF-Finanzvorstand Michael Frick.
Konzernzentrale
ZF will seine Jahreszahlen bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 19. März 2026, vorlegen. ZF beliefert vor allem Automobilhersteller, Mobilitätsanbieter und neu entstehende Unternehmen im Bereich Transport und Mobilität. Neben den Automotive-Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge bedient ZF Marktsegmente wie Bau- und Landmaschinen, Windkraft, Schifffahrt, Bahntechnik und Prüfsysteme.
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