Auf der Welle zunehmender Automatisierung und KI-gestützter Robotik ist der Intralogistik-Konzern Kion trotz schwieriger Weltwirtschaft im neuen Geschäftsjahr gut aufgestellt. Im ersten Quartal stiegen die Auftragseingänge auf 2,985 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,7 Mrd.). Hinzu kam eine vielversprechende Investition in den Robothersteller Zikoo.
Foto: CeMAT Shanghai
Auch beim EBIT, so legen es die Zahlen nahe, nahm Kion spürbar gegenüber dem Vorjahr zu. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal annährend auf Vorjahresniveau. «Auftragseingang und Profitabilität haben sich in beiden Segmenten erhöht», so CEO Rob Smith. Kion habe in einem Umfeld zunehmender weltpolitischer Unsicherheiten seine Widerstandsfähigkeit gezeigt: «Wir bestätigen unsere Prognose für 2026. (…) Gemeinsam mit Siemens, NVIDIA und Accenture haben wir unsere Partnerschaften vorangetrieben und deutliche Fortschritte gemacht.»
Resiliente Strukturen
Kion meldet zugleich ein strategisches Investment von 35 Prozent in Zikoo Robotics, einen führenden Anbieter von Robotik für die Palettenlagerung mit Sitz in China. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Lösungen an, darunter Sechs-Wege-Shuttles, omnidirektionale Stapelroboter sowie eine integrierte Softwareplattform.
6-Wege-Shuttle. Foto: Zikoo
Die Investition sei ein wichtiger Schritt in der Strategie, ein Ökosystem aus Partnern im Bereich der Automatisierungstechnik aufzubauen. Mit ihrem erweiterten Portfolio an automatisierten Produkten wollen beide Unternehmen Lagerlösungen anbieten, die höhere Effizienz, bessere Raumnutzung und grössere Flexibilität bieten.
Aufträgszuwächse
Unterdessen stieg der Auftragseingang im Staplerbereich (Industrial Trucks & Services) um 4,2 Prozent auf 2,041 Mrd. Euro (Q1 2025: 1,958 Mrd. Euro). Die Zahl der bestellten Fahrzeuge nahm um 11,3 Prozent auf 72.600 zu und habe von deutlichen Zuwächsen bei Gegengewichtsstaplern und Lagertechnikgeräten profitiert. Der Anstieg des Neugeschäfts enthält allerdings auch Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den für April 2026 angekündigten Preiserhöhungen.

Im Segment der intelligenten Automatisierungs-Lösungen stieg der Auftragseingang deutlich um 25,9 Prozent auf 951,2 Mio. (Q1 2025: 755,7 Mio.) Euro. Das Projektgeschäft (Business Solutions) habe dank einer verbesserten Marktdynamik eine deutliche Belebung im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres verzeichnet und bei reinen E-Commerce-Anbietern ein starkes Auftrags-Plus ergeben.
Belastende Effekte
Der Konzernumsatz selbst blieb im ersten Quartal trotzdem mit 2,771 Mrd. Euro annähernd auf Vorjahresniveau, im Staplersegment Industrial Trucks & Services sei er um 4,9 Prozent auf 2,012 Mrd gesunken. Gleichwohl könnten sich aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage infolge des Iran-Kriegs belastende Effekte auf das wirtschaftliche Umfeld ergeben, insbesondere in Form steigender Energie-, Transport- und Materialkosten entlang der globalen Lieferketten.
Fotos: Kion
Kion habe im Berichtszeitraum daher kommerzielle und operative Massnahmen umgesetzt, um daraus resultierende Kostensteigerungen zu begrenzen. Die Einschätzung der zur erwartenden Geschäftsentwicklung des Konzerns und der operativen Segmente, heisst es, stehe unter dem Vorbehalt, dass sich aus der aktuellen geopolitischen Lage keine zusätzlichen wesentlichen Belastungen ergeben.

















