Der Deutsche Brownfield Verband DBV, in dem Unternehmen wie der Logistik-Dienstleister Fiege und Immobilien-Entwickler wie Garbe und Prologis vertreten sind, meldet derzeit einen Mitgliederstand von rund 150, und ist weiterhin mit der Umwidmung und Neu-Nutzung zahlreicher Gewerbe-Areale - unter anderem für Logistikzwecke - beschäftigt.
Fotos: DBV
120 Mitglieder kamen zur kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung im DigitalCampus der Zeche Zollverein. Dieser Tage hat beispielseise «Garbe Regeneration» von thyssenkrupp Materials Services ein rund 40.000 Quadratmeter grosses Brownfield Areal in Bielefeld erworben, das bis Ende an der Arthur-Ladebeck-Straße noch von dem Werkstoffhändler Thyssenkrupp Schulte als Vertriebsstandort genutzt wird, bevor «Garbe Regeneration» das Areal übernehmen wird.
Nutzungen prüfen
Thyssenkrupp Schulte ist Teil von Thyssenkrupp Materials Services und bündelt seine Aktivitäten in Bielefeld künftig an seinem Standort am Südring. «Wir haben zwar bereits Baurecht und Ideen für die Realisierung des Garbe Industrial Parks Bielefeld», erläutert Rick Mädel, Geschäftsführer der Revitalisierungs-Sparte von Garbe. «Bevor wir uns endgültig festlegen, prüfen wir allerdings noch weitere Nutzungsansätze.»
Die Fördertechnik ist schon da...
Bei einem anderen der unter den Mitgliedern als Projekten beworbenen Vorhaben vom Betonwerk hin zum Transformationsstandort im Berliner Osten soll eines der grössten privatwirtschaftlichen Gewerbeareale im Berliner Bezirk Lichtenberg umgewandelt werden.
Auf rund 200.000 m² entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Betonwerks eine langfristig tragfähige, nutzungsflexible Gewerbestruktur. Ziel ist ein Nutzungsmix aus kommunalen Funktionen, Nahversorgung, Logistik sowie Flächen für kleine und mittelständische Unternehmen.
Transformations-Standorte
«Wir entwickeln keinen klassischen Gewerbepark, sondern einen langfristig wirksamen Transformationsstandort», so André Karl, Geschäftsführer der beauftragten Karl-Gruppe. Auch hier werde konsequent das Prinzip «Brownfield vor Greenfield» befolgt: Mit dem Rückbau historischer Strukturen, Entsiegelung, Wiederverwendung mineralischer Baustoffe und ESG-konformer Flächenvorbereitung. So werde zusätzliche Flächenversiegelung vermieden und Kreislaufwirtschaft konkret umgesetzt.

Bei der Hauptversammlung in Essen wurde deutlich, dass Revitalisierung kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein nachhaltiger Standortentwicklung sei. Im Fokus standen konkrete Initiativen wie das Brownfield-Zertifikat, ein Brownfield-Kataster, ein «Brownfield Award», sowie Messeauftritte. Inhaltliches Highlight war eine «Power-Hour» mit Impulsen vom Deutschen Abbruchverband, DMU Consult, Urban Mining Movement, RWTH Aachen und Schüco International.

















