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Duisport-Gruppe übertrifft sich selbst

04. Mai 2026

Der Hafen von Duisburg, wichtiger Umschlagspunkt für die Rhein-Schifffahrts-Achse zwischen Basel und Rotterdam, hat mit der Duisport-Gruppe das Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abgeschlossen und die Ziele sogar übertroffen. Der Containerumschlag stieg auf 3,9 Mio. TEU. 51 Mio. t an Gütern wurden transportiert. 

 Duisport ziele2 310Fotos: klk.

Wie das Unternehmen mitteilte, stieg die Gesamtleistung der Duisport-Gruppe zuzüglich der anteiligen Gesamtleistung aus nichtkonsolidierten strategischen Beteiligungen auf 356,3 Mio. Euro (2023: 331,5 Mio. Euro). Duisburg macht damit seinem Status als «grösster Binnenhafen Europas» alle Ehre. Zum Vergleich: Hamburg setzte im Vergleichsjahr 8,3 Mio TEU. um. CEO Markus Bangen: «Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele klar übertroffen und den krisenbedingten Rückgang im Containerumschlag wieder aufgeholt».

Hohe Investitionen

Angesichts der vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen man konfrontiert war, eine bemerkenswerte Leistung.  2024 hat die Gruppe immerhin auch 89,7 Mio. Euro in die Infrastruktur sowie Instandhaltungsmassnahmen investiert (2023: 68,7 Mio. Euro). Dieses Niveau solle auch im aktuellen Jahr beibehalten werden.

Duisport ziele4 310

Trotz Verzögerungen beim deutschlandweiten Wasserstoff-Hochlauf bleibt der Duisburger Hafen ein zentraler Baustein der Energiewende. Künftig sollen grosse Mengen an Wasserstoff-Derivaten wie Ammoniak und Methanol importiert werden, um den Bedarf der Industrie zu decken. Gleichzeitig gilt es, CO2-Emissionen, die in energieintensiven Prozessen unvermeidbar sind, aufzufangen und zur dauerhaften Speicherung ins Ausland zu transportieren. Als zentrale Logistik-Drehscheibe Europas soll Duisport eine Schlüsselrolle in beiden Bereichen übernehmen.

Drehscheibe der Decarbonisierung

«In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert, wie die Energiewende konkret gelingen kann – jetzt beginnt die Umsetzung. Wir setzen unseren Wachstumskurs fort, machen den Duisburger Hafen fit für die Zukunft und entwickeln ihn zu einer Drehscheibe der Dekarbonisierung», sagt CEO Bangen.

Duisport ziele3 310 L. Nennhaus, M.Bangen. G.Sperling-Doppstadt. Foto: duisport/M. Stepniak

Schon heute können in den existierenden Tanklägern Methanol aber auch sogenannte Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC) gelagert und umgeschlagen werden. Im Rahmen der zweiten Ausbaustufe des Duisburg Gateway Terminal entsteht ein Lager für Gefahrgut-Container, in dem sowohl Methanol als auch Ammoniak, Wasserstoff und weitere Chemikalien in Tankcontainern umgeschlagen und gelagert werden können.

Elektrolyse-Anlage im Bau

Das fehlende Puzzlestück ist ein Tanklager für den Umschlag von grösseren Mengen Ammoniak vom Binnenschiff auf Züge und Lkw, das am Rheinkai Nord in Duisburg-Hochfeld errichtet werden soll. Duisport und der niederländische Entwickler und Betreiber von Flüssigmassengut-Terminals Chane (vormals «Koole Terminals B.V.») haben dazu ein Genehmigungsverfahren eingeleitet. Zudem treibt Duisport gemeinsam mit der Lhyfe GmbH, einem Pionier in der Herstellung von erneuerbarem grünem Wasserstoff, den Bau einer Elektrolyse-Anlage voran. Diese soll in Nachbarschaft zum Ammoniak-Tanklager entstehen.

Duisport ziele5 310

Darüber hinaus werden Anschlüsse an die geplanten Wasserstoff- und CO2-Pipelines der Open Grid Europe GmbH (OGE) in Duisburg-Hochfeld und Duisburg-Ruhrort geprüft. Bei der Planung der Pipeline-Trassen wird nicht nur die grundsätzliche Anschlussmöglichkeit untersucht, sondern auch ein Fokus auf den optimalen Verlauf und die Genehmigungsfähigkeit gelegt. Derzeit wird mit Einspeisemengen von bis zu 7 Mio. t CO2 und 500.000 t Wasserstoff pro Jahr gerechnet.

www.duisport.de



 








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